Wie verdienen Vergleichsportale eigentlich ihr Geld?

Wenn du hier, auf meiner Seite gelandet bist, dann brauche ich dir vermutlich nicht mehr groß erklären, was ein Vergleichsportal ist.

Spannend sind diese Portale aber trotzdem und besonders interessant ist natürlich die Frage, wie diese Vergleichsportale ihr Geld verdienen.

Auf Vergleichsportalen kannst du alle, aber auch wirklich alles vergleichen, von Strom und Gas, zu Handy- und DSL Verträgen und natürlich auch Reisen, Mietwagen oder die eigenen Versicherungen.

Egal was du vergleichst, die Portale bieten oft enorm günstige Konditionen für Neukunden und Wechselwillige, was bleibt da noch für das Vergleichsportal selbst?

Diese Frage will ich in diesem Artikel beantworten.

Was macht eigentlich ein Vergleichsportal?

Wenn man es sich mal ganz reduziert anschaut, dann ist ein Vergleichsportal nichts anderes als ein Vermittler. Es vermittelt zwischen dem Endkunden und den Dienstleister der sein Produkt möglichst vielen Kunden anbieten will.

Schaut man sich diese Konstellation einfach mal an, dann fällt schnell auf, dieser Vermittlerposten birgt großes Potenzial, solange das Portal genug Kunden anziehen kann und die Dienstleister besonders gute und vor allem günstige Preise bieten.

Mehr ist eigentlich nicht dran an einem Vergleichsportal.

Durch besonders gute Preise und Boni ziehen die Vergleichsportale über Google, soziale Netzwerke oder TV-Werbung Interessenten auf ihre Seite, bieten die bereits genannten Wechselboni und Top-Tarife und bekommen, wie das für einen Vermittler so üblich ist eine Provision für jeden vermittelten Kunden.

Die Vermittlungsprovision

Wie viel die Portale tatsächlich pro Kunde verdienen lässt sich nur schwer sagen, aber wenn man mal bedenkt, was ein TV Spot zur Primetime kostet und was die Vergleichsportale sonst für Werbung ausgeben, dann scheint es sich auf jeden Fall zu lohnen.

Kleinere Portale sind oft als Affiliate Partner teil des jeweiligen Partnerprogrammes der Versorger und Anbieter, die großen Vergleichsportale wie Verivox oder auch Check24 haben in aller Regel ihre eigenen Vereinbarungen und Verträge mit den Anbietern.

Diese unterschiedlichen Verträge sind übrigens auch der Grund, warum Tarife auf unterschiedlichen Portalen unterschiedlich teuer sein können und einige Anbieter nicht auf allen Vergleichsportalen vertreten sind.

So kommt auch meine erste und wichtigste Regel im Umgang mit Vergleichsportalen zustande, nämlich immer mehrere Portale zu nutzen und nicht einfach den erstbesten Tarif zu nehmen und abzuschließen.

Weitere Einnahmequellen

Ein Vergleichsportal zu benutzen ist kostenlos, zumindest muss man kein Geld ausgeben, um es zu nutzen und Preise und Tarife zu vergleichen.

Nur darauf zu setzten, eine Provision für einen vermittelten Kunden zu bekommen würde aber vermutlich nicht ausreichen und so gibt es noch einige andere Möglichkeiten für die Vergleichsportale Geld zu verdienen.

Vermittlung durch Partner

Die meisten großen Vergleichsportale betreiben Partnerprogramme und bieten so Webseitenbetreibern, wie auch mir, die Möglichkeit Kunden und Interessenten via Link oder direkt eingebundenem Vergleichsrechner an das Portal weiterzuleiten.

Dafür bekommt der Partner eine Provision und das Vergleichsportal bekommt ebenfalls seine Provision vom dem jeweiligen Stromanbieter, Mobilfunkbetreiber oder oder oder.

So entsteht ein großes Geflecht von Vermittlern, die dem Vergleichsportal im besten Falle täglich Kunden senden.

Werbung auf den Seiten

Um mit einer Internetseite Geld zu verdienen, kann man Werbung auf dieser Seite veröffentlichen.

Das kann im Falle von einem Vergleichsportal, eine Bannerwerbung sein die dann pro Klick oder auf Basis einer vereinbarten Zahl von Einblendungen abgerechnet wird.

Viel häufiger sind aber Werbeslots über den Vergleichsergebnissen. Unternehmen können auf diese Weise ihre Tarife auf die ersten Positionen kaufen und das lohnt sich natürlich für den, der die Toppositionen kauft aber auch für das Portal, das sich dafür bezahlen lässt.

Zu erkennen sind diese bezahlten Ergebnisse daran, dass als gesponsert oder auf eine andere Weise als Werbung markiert sind. So kommt es übrigens auch, dass oft große Verwirrung herrscht, wenn das erste Ergebnis nicht das günstigste ist.

Verkauf von Daten

Nicht alle aber einige Vergleichsportale verdienen zusätzliches Geld, indem sie die Daten ihrer Kunden an Unternehmen verkaufen.

Solche Praktiken wurden aber durch die Einführung der DSGVO erschwert und bedürfen der Zustimmung des Kunden bzw. des Dateninhabers.

Vergleichsportale sind keine Verbraucherschützer

Schaut man sich also an, wie die Vergleichsportale ihr Geld verdienen, dann wird schnell klar, das sind wirtschaftliche Unternehmen und die wollen Geld verdienen.

Das ist der Grund warum Vergleichsportale immer wieder in der Kritik stehen, denn sie geben sich unabhängig aber sind am Ende doch stark von ihren Partnern und Verträgen abhängig. Da vermutet wird, das Provisionsmodell habe mehr Einfluss auf das Ranking der Tarife als es den Anschein hat, fordert die Verbraucherzentrale, dass Vergleichsportale transparenter werden sollen.

So sollen die Rankings unabhängig von den Provisionszahlungen und Geschäftsbeziehungen erfolgen, denn sonst müsse man nicht von einem unabhängigen Vergleich, sondern von Werbung sprechen.

Weiterhin sollen Vergleichsportale auf einfache Art über Ihre Rankingmethoden informieren, damit die Verbraucher besser einschätzen können, worauf sie sich einlassen.

Ich würde diese Schritte sehr begrüßen und denke, dass sie der ständig steigenden Beliebtheit von Vergleichsportalen sogar noch einen Schub einbringen könnte.

Vergleichsportale standen mit ihren Methoden immer wieder in der Kritik und so praktisch und hilfreich sie auch sind, haben viele Leute Vorurteile und immer irgendwie ein schlechtes Gefühl, wenn man auf diesen Seiten vergleicht und Tarife wechselt.

Mehr Offenheit und dadurch mehr Vertrauen würden dem Image der Vergleichsportale sicher helfen.

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